Donnerstag, 27. September 2007

Studentenleben - Uni, Party und Kultur

BESTANDEN!!! Ich hab meine erste schwedische Klausur bestanden, juhuu! Damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet, da ich während unseres Norwegen-Kurzurlaubes nicht wirklich viel zum Lernen gekommen bin. In Norwegen am Fjord, hatte ich auch wirklich andere Dinge zu tun, als in meine Bücher zu schauen (Bilder aus Norwegen kommen noch!). Doch – trotzdem bestanden ;-) Manche Antworten habe ich nur geraten, z. B. erkläre kognitive Dissonanz oder symbolischen Interaktionismus – irgendwie habe ich vorher schon mal davon gehört und mir etwas zusammen gereimt – und es hat was gebracht.

Zum richtigen Studentenleben (als Erasmusstudent jedenfalls) gehört aber auch Kultur und eine ordentliche Portion Party – und das habe ich diese und letzte Woche so richtig ausgekostet. Die Uni Göteborg hat nämlich für alle neuen Studenten ein schönes Party- und Kulturpaket zusammengestellt und ich war mittendrin.

Kickoff-Party zum Beginn der Kulturwoche




...mit Konzert von Laleh, einer sehr beliebten Göteborger Musikerin



Fika (Kaffeklatsch) im Stadsteater mit den Schauspielern des neuen Stückes Romeo&Julia (leider nicht im Bild)




...und anschließender Führung hinter die Bühne

in die Maske...

...und hier sieht man auch ein paar Darsteller (die "Bösen" aus Romeo&Julia)


Klavierkonzert im Konserthus




Die Pianistin ist Französin und erst 19 Jahre alt (der große Chefdirigent Gustavo Dudamel ist allerdings auch erst 26 Jahre alt)


Einige Museumsbesuche, im Värlsdkulturmuseum, Naturhistoriska Museum und Universeum standen auch noch auf dem Plan.

Im Världskulturmuseum drehte sich alles um ökologische Kleidung





...und im Naturhistoriska Museum um Knochen und ausgestopfte und eingelegte Tiere





Hier sitze ich auf einem Schemel aus Walknochen





dieser Elch wurde von König Oskar, dem Großvater des derzeitigen Königs Karl XVI Gustav, geschossen

Wer nach dieser anstrengenden Kulturwoche noch Energie hatte, der ging dann noch zum After Work in eine Bar/Restaurant/Club und feierte das Göteborger Nachtleben, das zum Glück oftmals sehr früh beginnt und früh zu Ende ist (kommt mir sehr entgegen ;-)

Hier feiern wir im Excet





Heute gehts gleich weiter mit Kinokultur und anschließender Party im Studentenclub Valand.
Bis zur nächsten Bilderreihe,
Eure Mareike

Mittwoch, 12. September 2007

Der 1. Besuch

Da war er endlich, der erste Besuch. Bjørn und Katja, Freunde aus Berlin, haben in unserem Heim in Partille vorbei geschaut.
Eigentlich waren sie gar nicht der erste Besuch, denn schon 2 Wochen nach Einzug bekamen wir den (wirklich) ersten Kurzbesuch
von Sara und Peter, Stockholmer Freunde, die übers WE in Göteborg zu Besuch waren und auf ihrer Heimreise nach Stockholm
kurz bei uns halt machten.
Auch diesmal war der Besuch nur von kurzer Dauer, da die drei, der Hund Panzer war auch mit dabei, ihre Reise nach Norwegen fortsetzen wollten.
Es ist aber trotzdem jedes Mal ein schönes Gefühl Besuch zu bekommen - und im Gegenzug werden Gunnar und ich dieses WE
nach Norwegen fahren. Ja ihr habt richtig gelesen, wir gönnen uns schon wieder ein kleines Urlaubswochenende. Wenn man in Schweden wohnt
sollte man meinen, dass es nicht mehr so weit ist bi zu seinem Nachbarland Norwegen, allerdings sprechen wir hier immer noch
von über 700 km bis nach Bergen und ein Stück weiter. Aber was macht man nicht alles für Freunde, gell?
Ich freu mich schon riesig auf dem Fjord Boot zu fahren und Lachse zu angeln, oder zumindest es zu versuchen ;-)

Bald wid es dann von diesem, bestimmt wunderbaren Erlebnis viele Bilder hier zu sehen geben.
Bis dahin, seid ganz lieb gegrüßt,
Eure Mareike

PS: ...und noch ein weiterer Besucher hat sich heute angekündigt, der Paul aus Berlin. Der ist nämlich auch grad in der Stadt (auf der Rückreise von Norwegen)
und wir wollen Morgen zusammen ein Bierchen trinken gehen.
Ich glaube, dass es wirklich eine gute Idee war, nach Göteborg zu gehen und nicht nach Umeå, wie ursprünglich mal angedacht. Dort oben wäre bestimmt niemand
vorbei gekommen und ich wär da versauert. Sorry Niko, nichts gegen deine Entscheidung ;-)

Sonntag, 9. September 2007

Marstrand

Eine anstrengende erste Uniwoche ist vorrüber, in der ich sehr fleissig war und deshalb sollte auch das Freizeitvergnügen nicht zu kurz kommen. Am Samstag machte ich mich mit ein paar anderen Erasmusstudenten auf den Weg nach Marstrand in die Schären.
Der Wetterbericht hatte traumhaftes Wetter vorrausgesagt - und so war es auch. Strahlender blauer Himmel, Sonnenschein und eine ordentliche Brise, so wie es sich's am Meer gehört. Die Busfahrt dorthin war länger als vermutet, das hat uns aber nicht sonderlich gestört, da wir uns ja alle noch nicht so lange kennen und demnach eine Menge zu erzählen haben.


Unsere Gruppe wurde dann auch gleich noch um 5 Italiener größer, da wir eine Südtirolerin dabei hatten, die sich wunderbar mit ihnen verständigen konnte.
Geplant war ein Picknick auf der Insel, welches allerdings erst ziemlich spät stattfand, da wir uns von an der Natur nicht satt sehen konnten und immer weiter und weiter maschierten.



Typische Schwedenhäusschen und rauhe Natur - was will man mehr!





Dieser Samstag war eine wunderbare Entschädigung für die anstrengende erste Uniwoche.

Montag, 3. September 2007

Mein erster Schultag

Heute wurde es ernst - die erste Vorlesung an der Uni, auf schwedisch versteht sich. Das ich riesiges Muffensausen hatte habe ich ja schon mal erwähnt, glaub' ich, aber dass es so schlimm werden würde. Ich konnte kaum schlafen, musste aber eh schon um 6:15 aufstehen um pünktlich um 8:00 in der Uni zu sein.
Ich hatte sogar Glück, dass die Bahn etwas früher kam und ich somit genügend Zeit hatte, um den Raum zu suchen, da ich mich diesmal nicht schon vorher darum gekümmert habe.
Der Kurs den ich besuche heißt Kommunikation (spricht sich 'kommunikaschuhn') - om samspel från individ till organisationsnivå, und er hat es echt in sich. Es ist ein Vollzeitkurs und man wird keine Zeit haben noch irgendetwas anderes nebenbei zu machen, so hat es sich jedenfalls für mich angehört.
Nachdem wir direkt zu Beginn eine einstündige Vorlesung von dem 60-jährigen Professor bekommen haben, wurde der Kurs an sich vorgestellt. Es wurde ein Schema (Stundenplan) verteilt, mit der dazugehörigen Literaturliste und den erforderlichen Test (insgesamt 10 Stück, in Form von mündlichen Präsentationen, Hausarbeiten oder Klausuren). Ich wär am liebsten direkt nach Hause gegangen und hätte alles hingeschmissen, aber sooo leicht gebe ich nicht auf. Nach den insgesamt 4 Stunden heute, bin ich direkt zur Bibliothek gegangen und habe mir 2 Bücher ausgeliehen (von insgesamt 7 zusätzlich Kompendium).
Positiv ist auf jeden Fall, dass der Prof. ganz im Gegensatz zu meinen Berliner Medienprofessoren, sehr freundlich und charmant ist und vor allem gut zu verstehen, zudem ist der Linnécampus, auf dem sich mein Institut befindet, komplett neurenoviert, bzw. neugebaut. Also warte ich erstmal den morgigen Test ab und schaue wie es läuft, bevor ich den Kopf ganz in den Sand stecke.
Erschwerend kommt hinzu, dass ich immernoch mit meiner deutschen Hausarbeit beschäftigt bin (hab ungefähr die Hälfte) und ich mich wohl ganz schön am Riemen reissen muss, um beides hinzukriegen.
Es tut jedenfalls schon mal gut sich hier seine Problemchen von der Seele zu schreiben, auch wenn sich die Hausarbeit in der Zeit nicht alleine schreibt ;-)

Freitag, 31. August 2007

nach kurzer Zeit

Mittlerweile habe ich mich so einigermaßen eingelebt. Bin ja auch schon eine Woche lang hier. Habe viel der Gegend erkundet, erst mit den Eltern zusammen, zuletzt alleine. Der nächste Badesee Aspen ist nur 20 Minuten mit dem Fahrrad von meinem Zuhause entfernt, war auch schon zweimal dort. Herrlich bei 22 °C Wassertemperatur einige Runden zur Entspannung ziehen.
Das Wetter spielt auch ganz gut mit, ist richtig sommerlich, bei bis an die 30°C, allerdings haben wir auch schon einen schönen Platzregen erlebt, und das nach dem Einkaufen bei Willys. Schon allein auf dem kurzen Weg vom Ausgang zum Auto war ich völlig durchnässt.

Habe jetzt auch herausgefunden wie viele Etagen das Haus nun wirklich hat, und zwar 12, es gibt aber tatsächlich nur 11 Fahrstuhletagen, die aus der 12. müssen wohl immer noch ein Stockwerk über die Treppe zurücklegen.

Und dies sind die Hochhäuser in Partille.

Manchmal trampeln die über mir ganz schön auf’m Kopf herum, daran bin ich nicht gewöhnt, hab die letzten, mal überlegen, 7 Jahre immer ganz oben gewohnt. Ein paar mehr Nachbar habe ich nun auch schon kennen gelernt, bleibt ja auch nicht aus wenn man jeden Tag 10 Etagen rauf und runter fährt, da kommt man ja an ganz vielen vorbei. Und zwar wohnt über mir nämlich der nette Mohammad, hat einen Zopf bis zum -Verzeihung- Arsch. Er hat mal Philosophie studiert, findet die deutschen Philosophen am besten, eine seiner Schwestern wohnt in Köln eine in Holland (wegen meines holländ. Namens sind wir drauf gekommen). Und er hat sich total darüber amüsiert, dass ich mich ein wenig doof mit den Türen anstellen, die schließt an nämlich meist genau in die andere Richtung auf, als wie ich es gewohnt bin. Er sagte, dass sie zu zehnt da obern über mir wohnen, aber ich glaube ihm nicht. Ist n´ kleiner Scherzkeks der Mohammad.

War sogar schon ein Mal in der Stadt, hab mit meinen Eltern bevor sie wieder abgereist sind einen kleinen Stadtbummel gemacht, als sie weg waren habe ich Magnus einen Besuch abgestatten. Magnus ist mein Erasmuskoordinator (kaum älter als ich, d.h. nein bestimmt nicht älter als ich), hat mir die Uni gezeigt, na ja stimmt nicht ganz - sein Büro und mir ein paar Fragen beantwortet.

Morgen habe ich noch mal ein Treffen in der Stadt zur Fahrradstadtführung, hoffe auf ein paar Insider Tipps.

Heute habe ich auch gleich mal Daniel den ‚Fastighetsskötaren’ (Haustechniker) bei mir antanzen lassen (also ich bin hin und hab nett gefragt, natürlich), das Klingelschild ändern lassen, Fenster öffnen und wegen des Schlüssels für den Fahrradkeller.

Des weiteren habe ich mir ein Konto besorgt (heut kam schon die Karte an), ein Bus- und Bahnticket gekauft und die adressändring gemacht – ja das Administrative klappt schon mal ganz gut, die sind hier aber auch verflixt schnell. Freu mich jedes Mal wie ein Schneekönig, wenn ein Brief auf meiner Fußmatte liegt (ja die Postbotin kommt bis zu mir hoch und schmeißt die Briefe durch den Briefschlitz). Fehlt nur noch Telefon und Internet, obwohl dank philips brauch ich das ja erst mal nicht selber.

Aller Anfang ist schwer

• Am 02.08. ging’s los mit der Schlepperei, Packerei, mit Umzugswagen oder eher –wägelchen, vom 3.Stock (ohne Fahrstuhl) in Treptow am Plänterwald ab in die 10. Etage (mit Fahrstuhl ☺ ) nach Partille bei Göteborg. Die Reiseroute führte uns mit der Fähre von Rostock nach Gedser (DK) dann weiter an Kopenhagen und Baustellenstau vorbei und mit der Fähre von Helsingør nach Helsingborg. In Schweden angekommen – war schon spät und dunkel - ging’s flugs nach Åsljunga in die kleine Sommarstuga, wo wir uns in die (fast) gemachten Betten für unseren wohlverdienten Schlaf legen konnten.
• Am nächsten Morgen Fr 03.08. blieb auch nicht viel Zeit zum Verschnaufen, denn wir wollten/mussten zeitig in Göteborg sein um den Wohnungsschlüssel im Büro der Akelius Fastigheter AB abzuholen (Öffnungszeiten von 9:30-10:00). Das kurze Zeitfenster stellte sich nicht als Problem dar, waren trotz starken Regens unterwegs, schon um 8:30 vor Ort in Partille und konnten uns das Haus mit seinen 11-12 Etagen (so genau habe ich das immer noch nicht herausfinden können) schon mal genau von außen ansehen können.
• Wir fingen aber gleich mit dem Ausladen an, da uns eine nette Nachbarin, die Solveig (wohnt 2 Etagen unter mir) gleich mal den Eingang aufschloss.
Die Hälfte war schon ausgeladen, als ich dann endlich den Schlüssel von einem netten Handwerker ausgehändigt bekam, der mich gleich erstmal mit einem freundlichen „välkommen hit“ (‚willkommen hier’ oder so ähnlich) begrüsste.
• Gunnar und Papa mussten sich nach dem Ausladen und in die Wohnungschleppen auch schon bald wieder auf die Rückreise machen, da ja noch die restlichen Möbel, Kartons, Blumen, Waschmaschine etc. aus Treptow geholt werden wollten.
• Mama und ich blieben also alleine zurück und erkundeten erst einmal die Gegend. Zu allererst das Einkaufszentrum (Sehr wichtig!) mit Namen ‚Allum’. Supermarkt, Klamottenläden... (auch H&M) alles unter einem Dach, und das nur 10 Gehminuten oder mit dem Auto vielleicht 2 Minuten entfernt (natürlich kostenloses Parken).
• Als nächstes erkundeten wir das Einfamilienhausgebiet, das man durch einen kleinen Wald zu Fuß hinter meinem Hochhaus erreicht. Unglaublich viele süße, hübsche, typisch schwedische Häuser.
• Damit waren wir dann auch schon richtige Ortskundige, ja beinahe schon Insider, sahen wohl sehr wissend aus, denn wir wurden auch direkt 2 Mal nach dem Weg gefragt und konnten beide Male helfen ☺
• Am nächsten Tag erkundeten wir die andere Seite der Autobahn, Partille Nord, wo sich ein kleiner Marktplatz und ein Fluß befinden und weitere Geschäfte, zB. Bank und Post. Ein kleiner Ausflug in die Natur durfte auch nicht fehlen: wir bestiegen gleich mal die ‚Berge’ von Kåhög, entdeckten eine kleine Burg und spazierten in den Wald.

Damit das hier jetzt nicht so viel wird mach ich erst mal Schluss, sende euch viele liebe Grüsse aus der neuen Heimat. Die Geschichte wird fortgesetzt...

Eure Mareike

Donnerstag, 30. August 2007

Willkommen

Endlich! Es ist vollbracht! Ich bin jetzt stolze Besitzerin eines eigenen Blogs.
Herzlich willkommen auf dieser netten kleinen Seite, die hoffentlich sehr schnell größer wird.

Eure Mareike